Der Beteiligungsanspruch

Fairer Interessen­ausgleich auch für die Urheber

Die Urheber der Pressetexte, Journalisten, Redakteure u. a. haben innerhalb des Presse-LSR einen eigenen Anspruch auf eine angemessene Beteiligung an den Vergütungen.

Das Presse-LSR sichert in erster Linie die Kontrolle der Verlage über die Verwendung ihrer digitalen Verlagserzeugnisse im Internet. Es handelt sich um ein urheberrechtliches Schutzrecht, mit dem die kreative und unternehmerische Leistung der Verlage anerkannt und materialisierbar wird. Das ist unerlässlich, denn es braucht zum Erhalt einer vielfältigen Presselandschaft  starke und unabhängige Verlage, die die verschiedensten Informationsangebote bereithalten. Journalisten und Redakteure liefern als Urheber das Fundament für die Schaffung von Medienangeboten. Ihnen kommt daher zusammen mit ihren Verlagen eine wichtige Position zu.

Leistung der Urheber honorieren
In § 87h Urheberrechtsgesetz heißt es: „Der Urheber ist an einer Vergütung angemessen zu beteiligen“. Neben der urheberrechtlich vorgesehenen Vergütung für die Erstellung und die Veröffentlichung der Presseartikel werden die Urheber von Pressetexten darüber hinaus zukünftig an den Vergütungsansprüchen der Presseverleger beteiligt. Dieser Beteiligungsanspruch macht deutlich, dass die Presseverleger die Urheber- und Leistungsschutzrechte gegenüber marktmächtigen Nutzern auch für ihre Journalisten und Redakteure durchsetzen.

Beteiligungsanspruch schafft Verteilungsgerechtigkeit
Mit dem Beteiligungsanspruch vertreten die Presseverlage gemeinsam ihre und die Rechte der für sie tätigen einzelnen Urheber. Daher erfolgt die Durchsetzung des Presseleistungsschutzrechts gegenüber den Betreibern von Suchmaschinen und News-Aggregatoren auch zugunsten der unzähligen Journalisten und Redakteure.