„GOOGLE UND FACEBOOK STELLEN DIE REGELN AUF“

Amerikanische Verleger unterstützen europäisches Verlegerrecht

Ein Schutz der Verlagsrechte sei in den Vereinigten Staaten ebenso notwendig wie in Europa, forderte der Präsident und CEO der News Media Alliance, David Chavern, in einem Brief an den Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments sowie in Interviews mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der WELT und der BILD.

Angesichts überwältigender Herausforderungen für die Verlagshäuser sei es an der Zeit, Urheber- und Verlegerrechte weltweit durchzusetzen. Das globale digitale Ökosystem werde fast ausschließlich von den „Gatekeepern“ Google und Facebook bestimmt, was die Refinanzierung von Verlagsinhalten erheblich erschwere und für kleinere Verlage nahezu unmöglich mache. Die von Google und Facebook aufgestellten Bedingungen hätten deshalb größere Konsequenzen für das Verlagsgeschäft als Entscheidungen der Regierung, so Chavern.

Die Presseverleger würden nicht bzw. nicht ausreichend an den Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe von Google und Facebook, die Verlagsinhalte für ihre eigenen Geschäftsmodelle nutzen, beteiligt. Jedoch leisteten Presseverlage Investitionen in investigativen und kritischen Qualitätsjournalismus, die für demokratischen Gesellschaften insbesondere in Zeiten von erstarkendem Populismus und sogenannter „Fake News“ von entscheidender Bedeutung seien.